Architekturpsychologie · Wenn Klinik krank macht

Das deutsche Wort „Krankenhaus“ spricht schon Bände. Wie kann ein Mensch in einem Haus „gesunden“, dass das Kranksein parktisch impliziert? In keiner anderen Sprache ist das der Fall. Alleine diese Tatsache sollte dem deutschen Gesundheitssystem schon zu denken geben. Viele Krankenhäuser bewirken genau das Gegenteil vom dem, was das eigentlich Ziel der Einrichtung ist. Die Patienten fühlen sich unwohl und nicht „Zuhause“. Allein dieses Unwohlsein verlangsamt den Heilungsprozess erheblich. Die Patienten werden unzufrieden und in Folge dessen, sind sie nicht immer sehr umgänglich mit dem Personal.

Für das Personal ist das Arbeitsklima auch nicht immer das angenehmste. Das Schichtsystem strapaziert die Nerven und das Immunsystem. Der ständige Umgang mit kranken Menschen und Energien kann kräftezehrend sein. Die Verantwortung ist groß und die Wertschätzung oftmals nur gering.

Die Ärzte haben es dann mit unzufriedenen Pflegepersonal zu tun, weil diese die Launen der unzufriedenen Patienten auffangen und ausgleichen müssen.

Die sterile Raumatmosphäre wirkt diesem Kreislauf nicht entgegen, sondern verstärkt die unangenehme, anstrengende Situation für alle. Die Atmosphäre eines Krankenhauses wird in der Regel bestimmt aus einer diffusen Mischung von Krankheit und dem Geruch nach Desinfektionsmittel.

Dieser Problematik könnte man ganz einfach entgegenwirken, wenn man sich bei der Gestaltung und Einrichtung der Räume ein wenig mehr Gedanken und die Grundbedürfnisse der Menschen machen würde. Die Farbe Weiß ist nicht reinlicher als Gelb oder Grün.
Farbe kann so viel bewirken.

Hierzu ein schöner Artikel im Handelsblatt.

> Online-Bericht Handelsblatt · „Wenn Klinik krank macht“

 

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